Fallbeispiel Untervermietung

By | 18. Juni 2013

Fallbeispiel: Ist eine Untervermietung verboten?

Bei vielen StudentInnen, die eine halbwegs leistbare Wohnung auf dem privaten Wohnungsmarkt ergattern konnten, stellt sich vor Ferien oder auch bei Studiensemestern außerhalb von Wien die Frage, was mit der angemieteten Wohnung passiert, die man ja noch weiter braucht. Meist ist in den Mietverträgen die Untervermietung (mietrechtlich auch Weitergabe der Wohnung genannt) untersagt. Außerdem stellt sich die Frage, wie man damit umgehen kann, dass ja die Mindestdauer auch eines Untermietverhältnisses 3 Jahre sein muss, also kurzfristige Vermietungen gesetzlich eigentlich nicht vorgesehen sind. Dazu eine typische Anfrage:

„Hallo!

Ich mache nächstes Semester ein Auslandssemester in Griechenland. da ich nicht ausziehen will aus meiner derzeitigen Mietwohnung, wäre es mir am liebsten, wenn ein Auslandsstudent für 5/6 Monate einziehen würde. Nun habe ich aber das Problem, dass das mietrechtlich gesehen sicher nicht erlaubt ist, oder? Vielleicht könnt ihr mich da beraten, was ich für Rechte als Mieterin habe bzw überhaupt keine?“.

Die Antwort:

„Es gibt kein generelles Untervermietverbot im Mietrecht, auch wenn es in den meisten Verträgen enthalten ist. In deinem besonderen Fall von einer Studien bedingten vorübergehenden Abwesenheit und Untervermietung ist das jedenfalls rechtlich möglich, sofern der Mietvertrag dem MRG unterliegt. Du musst das auch gar nicht an die Hausverwaltung melden, wenn du das Gefühl hast, die machen dir Schwierigkeiten. Natürlich kann es dann während deiner Abwesenheit zu Problemen (Kündigung etc.) kommen, die allerdings nicht durchgehen würden, aber doch einigen Stress bringen.“

Damit ist natürlich das Problem der Kurzvermietung nicht gelöst. Unser Vorschlag ist folgender: es wird ein unbefristeter Untermietvertrag abgeschlossen und gleichzeitig der Kündigungsgrund im Vertrag schriftlich festgehalten.